Nachdem der DEB angekündigt hatte, die zweite Liga künftig nicht mehr mit einem Kooperationsvertrag auszustatten, hatten die Zweitligisten beim Landgericht München eine einstweilige Verfügung zur Aufnahme des geregelten Spielbetriebs beantragt. Die für den 18. Juli geplante Verhandlung wurde nun angesichts der Einigung vom vergangenen Wochenende auf Antrag beider Parteien aufgehoben.

Noch am vergangenen Freitag hatte DEB-Vizepräsident Manuel Hüttl öffentlich erklärt, dass es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung und einer Eingliederung der zweiten Liga in den DEB keine Alternative gäbe. Unmittelbar danach hatten sich die Zweitligisten aber mit dem DEB-Präsidium und einem führenden Vertreter der LEV getroffen und dabei eine Kompromiss-Lösung erarbeitet.

„Der jetzt gefundene Kompromiss beruht im Wesentlichen auf den zwischen der DEL und dem DEB bereits vor gut drei Wochen fixierten Eckpunkten. Insofern ist es ärgerlich, dass die Zwischenzeit mit überflüssigen Streitereien statt Sacharbeit vertan wurde“, sagte Jürgen Arnold. „Wir freuen uns über die Entwicklung. Für uns ist eine professionell selbstverwaltete zweite Liga ein nötiger und wesentlicher Baustein bei der nachhaltigen Entwicklung von Nationalmannschaft und Standorten“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Künftig ist ein enger Austausch zwischen DEL und DEL2 in allen Belangen geplant. Allerdings wird die Lizenzierung der DEL2-Clubs für die kommende Saison aus logistischen Gründen noch nicht nach den Maßstäben der DEL vorgenommen. „Wenn die zweite Liga dennoch als DEL2 an den Start gehen kann, dokumentieren wir damit unser Vertrauen in den Neuanfang dieser Clubs“, so Tripcke. Um diesen Prozess weiter voranzutreiben, steht seitens der zweiten Liga nun lediglich noch die Bestätigung formeller Grundlagen aus.