Quasi von einer Euphoriewelle getragen spielte sich die Deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch im Halbfinale gegen Finnland einmal mehr in die Herzen der über 3.200 Zuschauer in der Ingolstädter Saturn-Arena. Schöne Kombinationen und unermüdlichen Kampf honorierten die Fans mit Applaus. Der Doppelschlag von Felix Schütz im letzten Viertel (beide Treffer vorbereitet von Pantherverteidiger Steffen Tölzer) brachte die DEB-Auswahl auf die Siegerstrasse. Am Ende bejubelte das Team von Georg Holzmann neben dem 3:2-Sieg gegen Finnland den ersten Finaleinzug seit Bestehen der InLine Hockey Abteilung beim DEB.

Am gestrigen Abend wartete mit Team Kanada dann eine der Top-Nationen im Hockeysport auf die Deutschen. Bis zur 26. Spielminute war Kanada bereits mit einer scheinbar sicheren Führung bis auf 6:2 davongeeilt, ehe Patrick Buzas, Felix Schütz und Michael Wolf den Vorsprung binnen dreieinhalb Minuten auf ein Tor reduzierten. Die mit 4.575 Fans sehr gut gefüllte Saturn-Arena erwachte wieder zum Leben und peitschte die Deutsche Mannschaft von den Rängen aus weiter an. Doch leider vergeblich. Kanada erhöhte letztlich auf 9:5 und wurde nach 1998 wieder InLine Hockey Weltmeister. Doch auch die Deutsche Mannschaft hatte Grund zu jubeln: Der Titel des Vize-Weltmeisters stellt den größten Erfolg der Geschichte in der InLine-Abteilung des DEB dar. Unter dem Beifall des Publikums verabschiedeten sich unsere Jungs aus einem rundum gelungenen Turnier mit einem sportlich sensationell guten Ergebnis.