Wright erstmals dabei - Malone fehlt
Cameron Wright feierte sein Pflichtspieldebüt für die Panther, zudem rotierte Max Glötzl für Fabrizio Pilu ins Team. Verzichten musste Headcoach Bill Peters allerdings auf Sean Malone und im Tor stand erstmals seit dem ersten Spieltag wieder Tobias Ancicka, der sich direkt über einen Traumstart des AEV freuen konnte. Gerade einmal 61 Sekunden waren gespielt und die Hausherren lagen in Führung. Nach einem Bullygewinn kam die Scheibe zu Hoefenmayer an die blaue Linie und der Verteidiger traf per Direktschuss unhaltbar zum 1:0 (2.).
Danach stand jedoch Ancicka im Mittelpunkt: Bei angezeigter Strafe vereitelte er mit zwei herausragenden Paraden erst gegen Tyler Morley und war auch beim Nachschuss von Matt Choupani zur Stelle (je 3.). Auch in Unterzahl wehrte Augsburgs Goalie einiges ab, aber als die Grizzlys 48 Sekunden sogar mit zwei Mann mehr agieren durften, war Ancicka irgendwann machtlos. Machacek staubte zum Ausgleich ab (5.).
Effiziente Panther
Doch die Panther antworteten postwendend, als Busdeker den von der Strafbank kommenden Mayhew auf die Reise schickte und Augsburgs Topscorer blieb bei seinem Alleingang vor Dustin Strahlmeier eiskalt und besorgte das 2:1 (6.). Wenig später die nächste Augsburger Strafe und wieder fiel ein Treffer - allerdings für den AEV. Bei einem Zwei-auf-Eins-Konter legte Alexander Blank im perfekten Moment quer auf Busdeker, der ins leere Tor traf (10.).
Wolfsburg arbeitete am Anschlusstreffer, aber bei Ancicka war immer wieder Endstation. Erst in der Schlussphase konnten auch die Hausherren Druck erzeugen und hatten in der Schlussminute durch Busdeker sogar die große Chance auf den vierten Treffer (20:). Es blieb aber beim 3:1 nach 20 Minuten. Die Führung war nicht unverdient, denn der AEV verteidigte clever und war offensiv äußerst effizient.
AEV dominant im Mitteldrittel
Im zweiten Durchgang spielten dann aber fast nur noch die Panther. Mayhew traf direkt den Pfosten (22.) und Busdeker scheiterte nach ganz feiner Einzelleistung an Strahlmeier (24.). Der AEV hielt den Druck aber hoch und in Überzahl klappte es. Wright scheiterte erst noch, aber dann schoss Toporowski von hinter dem Tor an den Schoner von Strahlmeier und es stand 4:1 (25.). Die Gastgeber mussten danach eine kurze Drangphase der Wolfsburger überstehen, erzielten aber Mitten in diese Phase den fünften Treffer. Parkes traf aus dem Handgelenk durch die Beine von Strahlmeier und beendete damit den Abend den Grizzlys-Goalies (30.).
Für ihn kam Hannibal Weitzmann und dieser verhinderte noch schlimmeres. Wolfsburg konnte sich zwar hin und wieder in der Augsburger Zone festsetzen, aber der AEV fuhr zahlreiche Konter und hätte noch einige weitere Tore im Mitteldrittel erzielen können, wenn nicht sogar müssen. Dennoch ging es mit einem komfortablen Vier-Tore-Vorsprung in den letzten Spielabschnitt. Dort schmolz dieser aber erstmal, denn Gaudet stocherte den Hartgummi in einem weiteren Powerplay über die Linie und es stand nur noch 5:2 (46.).
Wirklich spannend wurde es aber nicht mehr auch wenn es in der Schlussphase nochmal hitzig wurde und beide Teams fließig Strafminuten sammelten. Treffer fielen jedoch keine mehr, denn die Hausherren verteidigten es souverän und scheinen damit bereit für das erste Derby am Sonntag beim EHC Red Bull München. Das Eröffnungsbully in der bayrischen Landeshauptstadt steigt um 19:00 Uhr.